Misstrauen gegenĂŒber Aktien oft unbegrĂŒndet – gute Durchschnittsrendite bei Aktientiteln

Nach wie vor tun sich zahlreiche BundesbĂŒrger schwer damit, ihr Kapital zumindest teilweise in Aktien zu investieren. Die sogenannte AktionĂ€rsquote ist hierzulande geringer als in zahlreichen anderen Staaten, wie zum Beispiel in Schweden, DĂ€nemark und den Vereinigten Staaten. Die ZurĂŒckhaltung der deutschen Anleger gegenĂŒber den Wertpapieren ist vor allem darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass Investoren aus Deutschland im Privatkundenbereich relativ sicherheitsorientiert sind und darĂŒber hinaus oft negative Meldungen von den Börsen hören oder lesen. Trotzdem handelt es sich bei einem Investment in Aktien um eine im langjĂ€hrigen Durchschnitt betrachtet sehr rentable Kapitalanlage, zudem die Wertpapiere zusĂ€tzlich mehrere Vorteile haben.

Was steckt eigentlich hinter Aktien?

Manche Anleger entscheiden sich deshalb gegen ein Investment in Aktien, weil sie im Prinzip gar nicht wissen, welche Anlageform im Detail dahinter steckt. Daher ist es durchaus hilfreich, sich zumindest Grundkenntnisse anzueignen, die es im Hinblick auf diese Anteilsscheine gibt. Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft ist stets in Aktien aufgeteilt, die dann beispielsweise von Anlegern an der Börse gehandelt werden können. Sie werden also als AktionĂ€r ein MiteigentĂŒmer der Gesellschaft und haben auf der Hauptversammlung zudem ein Stimmrecht. Diese Mitbestimmung interessiert die meisten Anleger allerdings wenig, denn sie möchten in erster Linie mit den Wertpapieren eine gute Rendite erzielen, um ihr Vermögen zu vermehren und der Inflation entgegen zu wirken.

Durchschnittliche Rendite spricht fĂŒr Aktien-Investment

Bei einer Investition in Aktientitel ist es wichtig zu unterscheiden, ob es sich um Trading oder um eine langfristige Kapitalanlage handeln soll. Insbesondere die negativen Nachrichten von deutlich fallenden Aktienkursen betreffen nĂ€mlich in erster Linie Trader. Dabei handelt es sich um Anleger, die sehr kurz- bis maximal mittelfristig handeln und die Aktien weniger als langfristiges Investment ansehen. Falls man die entsprechenden Aktientitel hingegen als langfristige Kapitalanlage nutzt, gibt es zwar zwischendurch meistens auch KursrĂŒckgĂ€nge, allerdings ist die Rendite in der Summe meistens positiv. Es gibt auch einige Tricks, um mögliche Kursverluste zu verhindern.

Werbung

Das betrifft zum Beispiel eine Anlagedauer von 10 bis 15 Jahren, innerhalb derer es zumindest bei den Standardaktien in der Vergangenheit in Deutschland selten vorkam, dass Anleger Verluste erlitten haben. Schaut man sich beispielsweise die Rendite der ehemals 30 und heute 40 DAX-Aktien an, so bewegt sich diese durchschnittlich pro Jahr zwischen sieben bis neun Prozent. Alleine der Deutsche Aktienindex konnte innerhalb der letzten 35 Jahre von 1.000 auf ĂŒber 13.000 Punkte steigen. Daher konnten Anleger in der Vergangenheit zum Beispiel mit DAX-Titeln eine sehr gute Durchschnittsrendite erzielen, auch wenn es natĂŒrlich zwischenzeitlich mehrere KurseinbrĂŒche gab, beispielsweise:

  • 2001: Platzen der Dot.com-Blase
  • 2008: Globale Finanzkrise
  • 2020: Beginn der Corona-Pandemie

All diese RĂŒckschlĂ€ge hat der DAX-Index mit Sicht heute problemlos verkraftet und Anleger haben keinerlei Verluste erlitten, wenn Sie Ihr Investment mindestens ĂŒber zehn Jahre hinweg gehalten haben. FĂŒr Aktien spricht demzufolge eindeutig die sehr gute Rendite. Doch wie sieht es mit der Sicherheit aus, was fĂŒr die meisten Anleger fĂŒr die grĂ¶ĂŸten Bedenken sorgt?

Sicherheit einer Aktienanlage ist relativ zu betrachten

Nicht nur bei der Rendite, sondern bei der Sicherheit kommt es ebenfalls beim Investment in Aktien sehr darauf an, fĂŒr welchen Anlagehorizont der Kunde sich entscheidet. Geht es nur um kurzfristiges Trading, kann es natĂŒrlich passieren, dass in EinzelfĂ€llen deutliche Kapitalverluste entstehen. Damit sind allerdings vorwiegend Trader, Spekulanten und Anleger gemeint, die ihre entsprechenden Wertpapiere maximal fĂŒr zwei oder drei Jahre halten. Schaut man sich hingegen lĂ€ngerfristig orientierte Investoren an, dann zeigt sich wiederum ein anderes Bild.

Wie im Hinblick auf die Rendite zuvor bereits erwĂ€hnt, gab es zum Beispiel bei den DAX-Aktien im Durchschnitt innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren kaum eine Phase, in der Anleger einen Verlust erleiden mussten. Ausgenommen sind natĂŒrlich Einzeltitel wie zum Beispiel Wirecard, weshalb eine Streuung des Kapitals auf mehrere Aktientitel von großer Bedeutung ist. Vor diesem Hintergrund jedoch können Aktien bei einem langfristigen Anlagehorizont sogar als vergleichsweise sicher bezeichnet werden.

Allerdings sind die Wertpapiere dennoch fĂŒr ausschließlich sicherheitsorientierte Anleger nur eingeschrĂ€nkt geeignet, wenn nĂ€mlich unbedingt gewĂ€hrleistet werden soll, dass keine Kapitalverluste entstehen dĂŒrfen. Dann wĂ€ren Aktien jedoch noch immer eine gute Portfoliobeimischung, da sie fĂŒr eine gute Rendite sorgen. Vom Grundsatz her gibt es vor einem Investment in Aktien die folgenden Risiken zu beachten, welche diese Finanzprodukte beinhalten:

  • Emittentenrisiko
  • Kursrisiko
  • Ertragsrisiko

Mit dem Emittentenrisiko ist gemeint, dass natĂŒrlich grundsĂ€tzlich bei jeder Aktiengesellschaft die Gefahr besteht, dass diese insolvent werden könnte, auch wenn das vor allen Dingen bei den Standardtiteln relativ unwahrscheinlich ist. Ein zweites Risiko beinhaltet ebenfalls jede Aktie, nĂ€mlich das Kursrisiko. Gleiches gilt fĂŒr eine dritte Gefahr, nĂ€mlich dass die ErtrĂ€ge weder genau kalkulierbar sind noch ĂŒberhaupt sicher ist, dass Anleger Jahr fĂŒr Jahr eine Rendite mit dem Investment in Aktien erzielen.

Möglicherweise kommt sogar noch ein viertes Risiko hinzu, nĂ€mlich ein WĂ€hrungsrisiko, falls die Aktientitel in einer fremden WĂ€hrung notieren. Auf den ersten Blick klingt es in der Summe nach einem höheren Risiko. Schaut man sich allerdings die einzelnen Gefahren an, so wird deutlich, dass ein Investment in Aktien bei einem langfristigen Anlagehorizont durchaus bei Weitem nicht so risikoreich ist, wie es zunĂ€chst scheinen mag. Allerdings kommt es natĂŒrlich sehr auf die Auswahl der Aktientitel an.

Schnelle VerfĂŒgbarkeit und FlexibilitĂ€t bei Aktien

Ein weiterer Pluspunkt der Aktientitel besteht darin, dass das angelegte Kapital jederzeit verfĂŒgbar ist. Sie können Ihre im Depot befindlichen AktienbestĂ€nde jederzeit verĂ€ußern, entweder an eine der weltweit mehr als 100 Wertpapierbörsen oder im außerbörslichen Handel. Lediglich bei kleineren Nebenwerte, meistens an auslĂ€ndischen MĂ€rkten, kann es passieren, dass ĂŒber Tage hinweg kein Handel stattfindet und Sie etwas lĂ€nger auf die Liquidierung Ihres Kapitals warten mĂŒssen.

Neben der schnellen VerfĂŒgbarkeit spricht ebenfalls fĂŒr Aktien, dass diese flexibel sind. Das bedeutet, dass es an den MĂ€rkten eine große Auswahl unterschiedlicher Aktientitel aus zahlreichen Branchen gibt, wie zum Beispiel:

  • Banken und Versicherungen
  • Telekommunikation
  • KonsumgĂŒter und Handel
  • IT und Computer
  • Pharma und Chemie
  • Medizin
Werbung

Diversifikation bei Aktienanlage sehr empfehlenswert

Wie man aus dem bisherigen Beitrag sicherlich herausgehört hat, ist ein Investment in Aktien tendenziell nach wie vor in Deutschland zu negativ behaftet. Die Wertpapiere zeichnen sich durch eine im langfristigen Durchschnitt betrachtet sehr gute Rendite aus und auch die Sicherheit ist höher, als man allgemein denken mag. Allerdings kommt es stets darauf ein, fĂŒr welche Aktientitel Sie sich im Detail entscheiden. Damit die Gefahr eines Totalverlustes durch die Insolvenz einer AG nicht zu groß ist, sollten Sie Ihr Geld auf mehrere Aktientitel verteilen. Möchten Sie beispielsweise insgesamt 40.000 Euro handeln, kann es sinnvoll sein, jeweils 8.000 Euro in fĂŒnf unterschiedliche Aktien zu investieren.

Eine andere und noch etwas bequemere Alternative besteht darin, dass Sie stattdessen Anteile an einem Aktienfonds erwerben. In dem Fall mĂŒssen Sie sich selbst nicht um die Selektion der Aktientitel kĂŒmmern, sondern investieren faktisch in einen Aktienkorb. Um die Auswahl und die Verwaltung kĂŒmmert sich dann ein professioneller Fondsmanager. Die Vorteile eines Aktienfonds sind im Prinzip die gleichen wie einzelner Aktien, nĂ€mlich durchschnittlich sehr gute Renditen, langfristig eine vergleichsweise höhere Sicherheit, FlexibilitĂ€t und auch beim Aktienfonds von können Sie ihr Kapital jederzeit durch Verkauf der Anteile verfĂŒgen.

đŸ€ž Verpasse nichts mehr!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer DatenschutzerklÀrung.