Altersarmut – wer ist betroffen?

In Deutschland stieg die Zahl der Menschen, die von Altersarmut betroffen sind, in den letzten Jahren immer weiter an. Waren es im Jahr 2006 gerade einmal 1,9 Millionen Menschen, welche von der Altersarmut gefÀhrdet sind, so sind es im Jahr 2018 bereits 3,1 Millionen Menschen, und die Zahl der von Altersarmut betroffenen Menschen steigt stetig an.

Wer 40 Jahre oder sogar noch lĂ€nger in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt hat und trotzdem nur eine Rente unter 1.000 Euro an Rente bekommt, kann sich getrost als arm bezeichnen. Dies ist die bittere RealitĂ€t fĂŒr rund 2,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner.

Frauen sind öfter betroffen als MÀnner

Bei Frauen ist die Rente oft sogar noch weitaus geringer, da die Einzahlungen durch z. B. Teilzeit und Minijobs niedriger waren. Je nach Art der BeschĂ€ftigung kann die Rente sogar noch unter 500 Euro brutto betragen. Davon abzuziehen ist noch der Betrag fĂŒr die Krankenversicherung sowie die Pflegeversicherung. Da bleiben unter dem Strich oft nur 427 Euro ĂŒbrig, was zum selbstĂ€ndigen Leben als Single einfach nicht reichen kann.

Sozialhilfe – die Notlösung?

Da bleiben oftmals nur zwei Möglichkeiten: Der Gang zum Sozialamt, damit man wenigstens Grundsicherung beziehen kann, oder der Weg auf die Straße, wo man dann als Wohnungsloser quasi auf die Almosen von anderen MitbĂŒrgern angewiesen ist.

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In Deutschland lag die Standardrente im Jahr 2021 bei rund 1.500 Euro brutto. Davon muss noch die Krankenversicherung und zudem noch die Pflegeversicherung abgezogen werden. Das kann aber nur dann erreicht werden, wenn man mindestens 45 Jahre einen einigermaßen gut bezahlten Beruf bzw. eine gut bezahlte TĂ€tigkeit hatte. Die meisten Menschen ĂŒber 60 wissen ohnehin nicht, wie sie eine solch hohe Rente erreichen sollen.

Rechtzeitig vorsorgen ist das A und O

In den 1970er-Jahren hatten viele Betriebe fĂŒr ihre Mitarbeiter eine betriebliche Rente eingerichtet, wobei in jedem Monat ein gewisser Satz in die betriebliche Altersvorsorge geflossen ist, damit man am Ende seines beruflichen Lebens von seinem Arbeitgeber eine monatliche Zusatzrente zu seiner gesetzlichen Rente erwarten konnte. Somit kann man nach 45 Jahren versicherungspflichtiger TĂ€tigkeit mit seiner gesetzlichen Rente von knapp 1.500 Euro brutto und der betrieblichen Altersrente von rund 300 Euro monatlich einen einigermaßen ruhigen Lebensabend genießen.

So viel GlĂŒck haben aber nicht so viele Menschen. Der Alltag sieht anders aus. 

Altersarmut bedroht immer mehr alte Menschen. Dies belegen die Zahlen der Grundsicherung der SozialĂ€mter. So haben knapp 600.000 Personen im Jahr 2021 neben ihrer geringen Rente noch eine Grundsicherung erhalten, um wenigstens einigermaßen ĂŒber die Runden zu kommen.

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Die gesetzliche Rente wird durch die Bevölkerungsalterung in Zukunft noch knapper bemessen sein. Umso wichtiger ist es rechtzeitig fĂŒr die Zukunft vorzusorgen. Das kann eine betriebliche Altersvorsorge sein, bei der der Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt, aber auch eine private Rentenversicherung, ein Aktien- oder ETF-Sparplan oder ein Immobilienportfolio. Am Ende macht es die Mischung, denn alle Vorsorgemöglichkeiten haben ihr Vor- und Nachteile.

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